HEIZUNG/KLIMA |
Heizdecke - Im Gegensatz zu den mehr oder wenigen frei im Raum angeordneten Kompaktheizflächen sind Deckenheizungen eine Art Niedertemperatur- Strahlungsheizung, die ihre Wärme über großflächige Heizebenen abgibt. Aus wärmephysiologischen Gründen bleiben die Oberflächentemperaturen in niedrigen Bereichen, d.h. unter 30 °C oder in Einzelfällen auch bis äußerstenfalls 40°C. Diese Wärmeabgabe erfolgt dabei überwiegend durch Strahlung ("Kachelofeneffekt") und weniger durch Konvektion. Als Heizmittel dient vorzugsweise Warmwasser, gelegentlich aber auch elektrische Energie. Für das Wohlbefinden in Räumen mit Deckenstrahlungsheizung ist die mittlere Oberflächentemperatur der Deckenheizfläche von wesentlicher Bedeutung. Ein Gefühl der Behaglichkeit liegt meist dann vor, wenn der Heizvorgang vom Raumbenutzer thermisch nicht wahrgenommen wird. Die Luftbewegung im Raum wird von der Deckestrahlplatte praktisch nicht beeinflusst, so dass unnötige Staubaufwirbelungen vermieden werden. Durch die gleichmäßige Erwärmung des Raumes kommt es nicht zu Zugerscheinungen, was wesentlich zur Steigerung des Wohlbefindens beiträgt.
Kühldecke - Die Bedarfsentwicklung für Raumkühlung hat sich vor allem durch den Einzug der EDV-Technik an den Arbeitsplätzen sprunghaft verändert. Waren die inneren Lasten einst maßgeblich von der Beleuchtung und den Personen gegeben, so sind es heute vor allem Computer, Bildschirme, Kopierer und andere elektrische Geräte welche die Kühllast bestimmen. Kühldecken werden dadurch in Innenzonen von Gebäuden häufig das ganze Jahr betrieben. Die Abfuhr der Kühllast eines Raumes kann durch Einbringen gekühlter Luft, durch Abkühlung der Luft mittels Wärmetauscher im Raum oder durch Bauteilkühlung erfolgen. Wird die Raumdecke ganz oder teilweise auf Temperaturen unterhalb der Raumtemperatur gebracht und gehalten, spricht man von einer Kühldecke. Die Kühlung der Decke oder eines anderen Bauteils erfolgt durch geschlossene Wasserkreisläufe. Aufgrund der Systemtemperaturen von Kühldecken, können auch umweltfreundliche, natürliche Ressourcen wie Erdreich, Grund- und Oberflächenwasser genutzt werden. - www.steffenmoeller.de